U3/11 – Berlin-Anhaltische Maschinenbau AG

 BAMAG 1

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Im Jahr 1872 entstand die Berlin-Anhaltische Maschinenbau Aktiengesellschaft, kurz BAMAG, durch den Zusammenschluss des Dessauer Unternehmens „Arendt & Beselin" und des Berliner Unternehmens „Oechelhaeuser & Blum". Produziert wurden Maschinen und Apparate für den Gas- und Wasserbereich und für einige Sparten der chemischen Industrie. Während in Berlin der Apparatebau betrieben wurde, stellte das Unternehmen in Dessau Triebwerksanlagen her. Bereits 1843 gründete Julius Pintsch in Berlin einen Klempnereibetrieb für gastechnische Installation. Das Unternehmen war sehr erfolgreich und lieferte 1869 105 Leuchttonnen für den Suez-Kanal. 1907 wurde das Unternehmen in die Julius Pintsch AG umgewandelt.
Im Jahr 1924 fanden diese beiden Großunternehmen zusammen. Nachdem die BAMAG im selben Jahr erst zur BAMAG-MEGUIN AG fusioniert war, folgte kurz darauf der Zusammenschluss mit der Julius Pintsch AG zur Pintsch-BAMAG AG. Unter diesem Namen firmierte das Unternehmen bis zum Kriegsende 1945. Nach dem Krieg wurde 1946 die Julius Pintsch West KG gegründet, während die Unternehmensteile im Ostsektor zu volkseigenen Betrieben wurden.

Nach dem Krieg war vor allem das Werk in Berlin stark beschädigt, weshalb große Anstrengungen unternommen wurden, um die Schäden zu beseitigen und die Produktionsanlagen wieder vollständig aufzubauen. Im Jahr 1953 erfolgt der Zusammenschluss der nach dem Krieg vorerst getrennten Unternehmen BAMAG GmbH aus Köln und der Julius Pintsch West KG aus Hamburg zur Pintsch-BAMAG AG in Butzbach, Hessen. 1967 übernahm Hans-Heinrich Thyssen-Bornemisza das Unternehmen, und der Bereich der Antriebstechnik wurde von Berlin nach Dinslaken verlagert. 1970 geriet das Unternehmen in eine schwere Krise, die im Vergleichsverfahren 1982 abgeschlossen wurde. In Zuge dessen wurde die Dinslakener „Pintsch Bamag Antriebs- und Verkehrstechnik GmbH" gegründet. Seit 1987 firmiert diese als Tochterunternehmen der Schaltbau AG in München. In den folgenden 25 Jahren wurden etliche kleinere Unternehmen übernommen und neue Unternehmensteile gegründet. 2011 werden ca. 350 Mitarbeiter beschäftigt, die einen Umsatz von fast 58 Mio. € erwirtschafteten.

Der in Dessau gelegene Teil der Firma produzierte in den ersten Nachkriegsjahren kleinere Maschinen, Elektromotoren und ab 1953 Generatoren. In der Wendezeit hatte der Betrieb rund 2.500 Beschäftigte. Um die Schließung des Werkes zu verhindern, gründeten vier ehemalige Mitarbeiter die „AEM-Anhaltische Elektromotorenwerk Dessau GmbH", die mittlerweile mit rund 200 Angestellten einen Umsatz von fast 20 Mio. € verbucht.

Umfang:
0,6 Meter, 15 Verzeichniseinheiten

Nutzung:
Eingeschränkt

Laufzeit:
1913 -2012

Erschließung:
Findbuch, Datenbank

 

Holzmann-Bildarchiv

Länderprojekte online

Länderprojekte online Bei der Philipp Holzmann AG wurde für große Bauprojekte gern ein besonderes Augenmerk auf die Dokumentation des Baufortschritts gelegt. Umfangreiche Bildberichte zu Staudämmen, Hafenanlagen, Kraftwerken, Tunnelsystemen, Zement-, Textil- und Zuckerfabriken, Schulen, Kliniken, Wohnsiedlungen, Friedhöfen, Bewässerungsprojekten, landwirtschaftlichen Instituten, Minaretten, Banken, Botschaften, Universitäten und sogar Radiostationen runden den weltumspannenden Einblick in die Bautätigkeiten dieses Konzerns ab.Weiterlesen ...

Architektur Podcast

Podcastreihe mit jetzt 13 Folgen

Die Podcast-Reihe „Vergessene Architekten“ wächst munter weiter und lädt nun schon zu 13 Folgen ein, in denen die Architekturvermittlerin Ulrike Eichhorn und das Wirtschaftsarchiv kundig und unterhaltsam auf die Urheber manch bekannter Fassaden blicken. Ulrike Eichhorn hat sich im Gespräch mit dem langjährigen BBWA-Vorsitzenden Klaus Dettmer und mit BBWA-Geschäftsführer Björn Berghausen mittlerweile mehr als einem Dutzend Architekten genähert, die für so eindrucksvolle Bauten wie das KaDeWe (Johann Emil Schaudt), den U-Bahnhof Wittenbergplatz davor (Alfred Grenander), das Kraftwerk Moabit (Franz Schwechten) oder die Ampelanlage auf dem Potsdamer Platz (Jean Krämer) verantwortlich zeichnen.
Die Ideen und die Freude an den „Vergessenen Architekten“ reichen noch lange – die Reihe wird auch zukünftig noch erweitert werden. Anhören ...

ZDFinfo Flick

ZDF info: Die Flicks

Für die ZDF-Fernsehdokumentation „Die Macht der Superreichen: Die Flicks“ konnte das Wirtschaftsarchiv nicht nur Fotos aus dem Forschungsarchiv Flick zur Verfügung stellen, sondern wurde auch selbst in Szene gesetzt. Die Interviews des Wirtschaftshistorikers Prof. Dr. Tim Schanetzky (Bayreuth) wurden im Wirtschaftsarchiv gefilmt, just neben dem Forschungsarchiv Flick, dass 2004 bis 2008 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena begleitend zum „Flick-Projekt aufgebaut wurde, und der Forschung nun im BBWA zur Verfügung steht. In diesem Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Frei erstellten vier Historiker – darunter Prof. Schanetzky – die Studie „Flick: Der Konzern, die Familie, die Macht“.

Die Dokumentation ist bis zum 10.09.2024 abrufbar

Baruther Glashtte

Technisches Kulturgut in Archivalien

Zu diesem Thema hat das Glashütter Museumsarchiv zu einer Vortragsveranstaltung am 15. Oktober 2022 in den Baruther Hüttenbahnhof eingeladen. BBWA-Geschäftsführer Björn Berghausen stellte das Berliner Wirtschaftsarchiv und seine technischen Quellen vor und gab einen Überblick über Schätze in Archiven der Brandenburger Technikmuseen. Der zweite Referent und Künstler Michael Brendel legte den Schwerpunkt seines Vortrages auf das Thema „Handschrift in historischen Quellen“. Begleitet und moderiert wurden die Vorträge von Museumsleiter Georg Goes. Hingewiesen wurde auch auf die Plattform Museum Digital, für die hunderte Archivalien bereits digitalisiert wurden.

https://brandenburg.museum-digital.de/index.php?t=listen&instnr=57&cachesLoaded=true

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