U 2/1 Forschungsarchiv Flick

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Der Flick-Konzern

Mit dem Eintritt des 32jährigen Friedrich Flicks in den Vorstand der Siegerländer Charlottenhütte begann eine der unwahrscheinlichsten Unternehmer-Karrieren der deutschen Geschichte. 1972, im Todesjahr Flicks, gehörte sein Konzern zu den größten Europas. Kein Name verkörpert die dramatischen Verstrickungen der deutschen Wirtschaft im 20. Jahrhundert eindringlicher als der Name Flick. Zweimal folgte der beispiellosen Aufbauleistung der politische – und moralische – Niedergang. Flick agierte erfolgreich unter vier politischen Systemen: vom späten Kaiserreich über die Weimarer Republik und das Dritte Reich bis in die Bundesrepublik. Sein Ziel war ein verflochtener, über Generationen bestehender Familienkonzern. Allerdings waren die Techniken für den versuchten politischen Einfluss seit den Zwanzigerjahren auf verhängnisvolle Weise gleich geblieben, weshalb die Söhne an den Erfolg des Vaters nicht anschließen konnten. Auf die sich verändernden Anforderungen in der Bundesrepublik fanden die Konzernverantwortlichen keine passenden Antworten mehr. Der Parteispendenskandal Anfang der Achtzigerjahre besiegelte den Untergang. Der Konzerngründer jedoch ist bis heute ein Symbol unternehmerischer Skrupellosigkeit und unverstandener Schuld.

Zentrale Unternehmen sind in der Frühphase (ab 1916) die AG Charlottenhütte im Siegerland; später die Vereinigten Stahlwerke, die Mitteldeutschen Stahlwerke, die Eisenwerksgesellschaft Maximilianshütte; im Ruhrgebiet die Harpener Bergbau-AG und die Essener Steinkohle, in Oberschlesien die Kattowitzer AG und die Vereinigte Königs- und Laurahütte. 1937 entsteht aus der Siegener Eisenindustrie die Friedrich Flick KG als Holding. In Mitteldeutschland kommen u.a. die Anhaltischen Kohlenwerke (nach der »Arisierung« der Petschek-Unternehmen) und in Norddeutschland das Hochofenwerk Lübeck hinzu sowie in Sachsen die Sächsischen Gußstahlwerke Döhlen. Im Weiterverarbeitungssektor existieren die Unternehmen ATG Leipzig und Linke-Hofmann. Nach dem Krieg gehen die Besitzungen in der SBZ und späteren DDR im Osten verloren. Durch Entflechtung, Reorganisation und Erwerbungen bestehen bis in die siebziger Jahre vor allem die Unternehmen Maxhütte, Metallhüttenwerke Lübeck, Feldmühle AG (Papierwirtschaft), Daimler-Benz (keine Mehrheitsbeteiligung) sowie Krauss-Maffei und Buderus.

Umfang:
ca. 20 Meter

Laufzeit:
1916 - 1972

Erschließung:
Findbuch (Tiefenverzeichnung)

Nutzung:
Teilweise eingeschränkt. Einschränkungen ergeben sich aus den Nutzungsgenehmigungen der jeweiligen Herkunftsarchive

Literatur:
Norbert Frei, Ralf Ahrens, Jörg Osterloh, Tim Schanetzky: Flick – der Konzern, die Familie, die Macht, Karl Blessing Verlag, 1. Auflage 2009

Umfang:               

ca. 20  Meter

Laufzeit:

 1916 – 1972

Erschließung:

Findbuch (Tiefenverzeichnung)

Nutzung: Teilweise eingeschränkt. Einschränkungen ergeben sich aus den Nutzungsgenehmigungen der jeweiligen Herkunftsarchive

Literatur: Norbert Frei, Ralf Ahrens, Jörg Osterloh, Tim Schanetzky: Flick – der Konzern, die Familie, die Macht, Karl Blessing Verlag, 1. Auflage 2009

BestndeKasten1Briefkpfe

Briefkopfsammlung

Die Sammlung beinhaltet nicht nur aufwändig gestaltete Briefköpfe aus 180 Jahren Berlin-Brandenburgischer Unternehmensgeschichte, sondern auch Kataloge, Werbeunterlagen und interessante Geschäftspapiere. Bis heute wurde die Sammlung auf 4.000 Firmenbögen ergänzt. Bisher war die Sammlung Inhalt von fünf Bildungsprojekten mit Schülern und angehenden FAMIs.

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Historisches Archiv der DDG

Das historische Archiv der DDG besteht aus einem Bestand mit 112 Akteneinheiten sowie einer Sammlung von 249 Zeitschriften und Büchern.. Zu Ehren von Prof. Albrecht Scholz, dem die Deutsche Dermatologische Gesellschaft die Gründung dieses DDG-Archivs verdankt, wurde in einer Feierstunde zu seinem 5. Todestag 2018 eine  Gedenktafel im Magazin des Wirtschaftsarchivs aufgehängt.

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BestndeKasten3IHK

IHK-Mitgliedsakten

390.000 Einzelakten geben Antwort auf Fragen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Berlins und bilden eine einzigartige Quelle zur Geschichte der West-Berliner Wirtschaft für den Zeitraum 1945 bis 1990 und bringen zugleich die historischen Zäsuren von 1933, 1945, 1948, 1961 und 1990 zum Ausdruck.

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