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Presseinformation 09/2009

Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv eröffnet –
Zeitreise in die Geschichte der Wirtschaft beginnt

Termin: Samstag, 26. September 2009, 14.00 Uhr
Ort: Eichborndamm 167, 13403 Berlin-Reinickendorf, Tor 5, Haus 42

Mit der Eröffnung des Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchivs kann die Zeitreise in die Geschichte der regionalen Wirtschaft beginnen. Das BBWA bewahrt und erschließt das „Gedächtnis" von Unternehmen, Vereinen und Verbänden – Akten, Fotos, Pläne, Karten, Filme etc. Damit gibt es jetzt in neun Bundesländern Wirtschaftsarchive. Träger des Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchivs ist der gleichnamige gemeinnützige Verein. Um die Arbeit des Archivs zu finanzieren, sind folgende Unternehmen und Verbände Fördermitglieder geworden: die Bayer Schering Pharma AG, die Siemens AG, die Berlin-Chemie AG und die Berliner Stadtreinigungsbetriebe BSR, der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller VBKI, der Ostdeutsche Sparkassenverband OSV, die Industrie- und Handelskammer Berlin sowie die Handwerkskammer Berlin. Auch das Bezirksamt Reinickendorf unterstützt das Projekt. In Zeiten der Wirtschaftskrise ist diese Gründung ein Beispiel für bürgerschaftliches Engagement und Verantwortungsbewusstsein der Wirtschaft für die Bewahrung ihres historischen Erbes. Udo Marin, Geschäftsführer des VBKI, und Alexander Dix, der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, werden zur Eröffnung Grußworte sprechen.

Tausende Akten zur Geschichte der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg

Das Wirtschaftsarchiv beherbergt fast 1000 laufende Meter Akten, die noch nie erforscht werden konnten. Darunter befindet sich auch ein großes Konvolut der IHK Berlin mit Tausenden Akten zu Berliner Unternehmen. Das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv möchte recht bald weitere Fördermitglieder gewinnen, um mit diesen finanziellen Mitteln das Archiv weiter auszubauen. Außerdem sind Veranstaltungen zu wirtschaftshistorischen Themen geplant.

Statements aus dem Förderkreis

Klaus von der Heyde, Präsident des VBKI, begründet das Engagement des VBKI so: „Das Auf und Ab der Geschichte eines Gemeinwesens lässt sich auch an der Entwicklung seiner Unternehmen ablesen, denn die Geschichte der Wirtschaft ist ein nicht unwesentlicher Teil der Geschichte der Gesellschaft insgesamt. Deswegen war es dem VBKI ein großes Anliegen, den Aufbau eines regionalen Wirtschaftsarchivs zu unterstützen, hat doch der VBKI selbst große Mühe darauf verwandt, trotz fast vollständig vernichteter Unterlagen die Vereinsgeschichte zu rekonstruieren und dann zu publizieren.“
„Zukunft braucht Herkunft. Wir wollen, dass die Wirtschaft der Stadt sich dynamisch weiter entwickelt – deshalb soll auch die Wirtschaftsgeschichte professionell bearbeitet werden“, so Ulrich Köstlin, Vorstandsmitglied der Bayer Schering Pharma AG. „Mit der Übernahme einer Fördermitgliedschaft wollen wir gleichzeitig andere Unternehmen zur gemeinsamen Unterstützung anregen.“
„Angesichts des Wissens um die Bedeutung der eigenen Tradition für Gegenwart und Zukunft ist es für den 1847 in Berlin gegründeten, international tätigen Siemens-Konzern eine Selbstverständlichkeit, das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv zu unterstützen“, betont Wilfried Feldenkirchen, Leiter Corporate Archives, Siemens AG.

Erwartungen an die Zukunft

Die Initiatoren des Wirtschaftsarchivs werden sich intensiv um die Erweiterung des Förderkreises bemühen. Mit ihnen hofft Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, „dass sich langfristig auch die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg gemeinsam mit der Wirtschaft zur finanziellen Mitverantwortung und Beteiligung an diesem für die Region so wichtigen Projekt bekennen.“

Kontakt: Maria Borgmann, Tel. mobil 0177-54 84 110, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

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